Neue BMF-Schreiben

Verringerte Umsatzsteuer auf Sachspenden

Umsatzsteuer auf Sachspenden - BMF reagiert

Sachspenden aus dem Betriebsvermögen unterliegen als unentgeltliche Wertabgaben der Umsatzsteuer, sofern der Gegenstand zum Vorsteuerabzug berechtigt hat. In Anbetracht der Corona-Pandemie hat sich das BMF nun mit gleich zwei Schreiben geäußert und zeigt auf, unter welchen Voraussetzungen auf die Umsatzsteuer für Sachspenden verzichtet bzw. reduziert werden kann und gewährt eine befristete Billigkeitsregelung.

Bemessungsgrundlage von Sachspenden

Grundsätzlich stellt eine Sachspende eine unentgeltliche Zuwendung dar, die nach § 3 Abs. 1b UStG einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt wird, sofern für den (später gespendeten) Gegenstand eine Berechtigung zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug bestanden hat. Die Bemessungsgrundlage der Besteuerung einer Sachspende bestimmt sich hierbei nicht nach den ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, sondern nach dem fiktiven Einkaufspreis im Zeitpunkt der Spende. Aufgrund der Umsatzsteuerbelastung ist für viele Unternehmen, insbesondere für den Versandhandel, aber auch für den Einzelhandel, die coronabedingt oftmals Saisonware in Lagern angestaut haben, eine Vernichtung der Ware finanziell günstiger als die Spende der Ware an gemeinnützige Einrichtungen.

Regelungen zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage

Das BMF hat mit den