So sparen Sie Steuern für Ihr Team

Die Top Mitarbeiter-Benefits 2021

Der Countdown läuft! – Ab 27.11.2020 XRechnung für öffentliche Aufträge

Was macht eigentlich einen attraktiven Arbeitgeber aus? – Diese Frage hat sich jeder Unternehmer sicher schon gestellt. Motivierte Mitarbeiter sind der Motor eines jeden Betriebs – nicht zuletzt durch ihren Einsatz kann die Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens langfristig gesteigert werden. Wie also ist es möglich, hochqualifizierte Arbeitskräfte dazu zu bewegen, sich für Ihr Unternehmen zu begeistern?

Ein wichtiges Stichwort hier ist Mehrwert – denn ein positives Unternehmensimage ist im modernen Zeitalter ein Muss. Populär sind derzeit Mitarbeiter-Benefits, bei denen der Mehrwert neben einer besonderen Honorierung des beruflichen Engagements auch in vielfältigen Steuervorteilen besteht, die nur darauf warten genutzt zu werden.

Damit die gewählten Mitarbeiter-Benefits ihre volle Wirkung – inklusive Steuern sparen – entfalten, sollten sie individuell auf Mitarbeiterbedürfnisse abgestimmt werden.

Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten geben, die Ihnen derzeit in Bezug auf Mitarbeiter-Zuwendungen offenstehen.

Bei weiterführenden Fragen zu den möglichen Steuervorteilen und wie Sie Steuern und Abgaben sparen können hilft Ihnen unsere Lohnabteilung gerne weiter!

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Wagner

Junior Manager

Dipl.-Kffr. Dipl.-Volkswirtin
Teamleiterin HR-Services

Kontakt

Wichtig:

Bei den Vorschlägen für Mitarbeiter-Benefits auf der nachfolgenden Liste sind Steuervorteile in der Regel abhängig davon, ob die Mitarbeiterzuwendungen zusätzlich zum regulären Lohn gewährt werden. Laut einem BMF-Schreiben vom 05.02.2020 wird eine Leistung „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ erbracht, wenn

  1. die Leistung nicht auf den Anspruch auf Arbeitslohn angerechnet wird,
  2. der Anspruch auf Arbeitslohn nicht zugunsten der Leistung herabgesetzt wird,
  3. die verwendungs- oder zweckgebundene Leistung nicht anstelle einer bereits vereinbarten künftigen Erhöhung des Arbeitslohns gewährt wird und
  4. bei Wegfall der Leistung der Arbeitslohn nicht erhöht wird.

Die Regelung gilt für alle Gehaltsextras seit dem 01.01.2020.

Mitarbeiter-Benefits & ihre Steuervorteile 

1. Aktienüberlassung
Unternehmen können Ihren Mitarbeitern kostenlos oder vergünstigt Aktien anbieten. In diesem Fall spricht man von einer sogenannten Mitarbeiterbeteiligung, die für die Erwerber nicht unerhebliche Steuervorteile mit sich bringt. Schließlich bleiben die Aktien aus Arbeitnehmersicht bis zu einem Wert von 360 € pro Jahr lohnsteuerfrei.

Voraussetzung für die Steuerfreiheit dieser Mitarbeiter-Benefits ist allerdings, dass die Möglichkeit eines Aktienerwerbs für alle Arbeitnehmer besteht, die mindestens ein Jahr im Unternehmen tätig sind.

2. Aufmerksamkeiten zu besonderen Anlässen
Auch bei Aufmerksamkeiten ist die Freude von Mitarbeitern in der Regel groß, da auch sie Steuervorteile bieten. Konkret werden unter Aufmerksamkeiten Sachleistungen zu besonderen persönlichen Anlässen des Arbeitnehmers verstanden (z.B. Blumen zum Geburtstag oder zur Hochzeit). Mit solchen persönlichen Lohnextras kann die Geschäftsleitung eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Damit die Steuervorteile als Mitarbeiter-Benefits genutzt werden können, sollte darauf geachtet werden, dass die Sachzuwendungen einen Wert von 60 € inklusive Mehrwertsteuer nicht übersteigen. Bis zu diesem Betrag ist die Zuwendung lohnsteuerfrei. Wird die 60 €-Freigrenze aber überschritten, ist die Aufmerksamkeit in voller Höhe steuer- und beitragspflichtig.

Anders als Sachleistungen unterliegen Geldzuwendungen zu besonderen Ereignissen dem Lohnsteuer- und Sozialversicherungsabzug. Gehaltsumwandlungen zugunsten Aufmerksamkeiten werden durch die Finanzverwaltung in der Regel nicht anerkannt. Theoretisch können die Steuervorteile von Sachzuwendungen auch mehrfach im Jahr angewendet werden.

3. Betriebsveranstaltungen
Firmen-Events stärken das Team-Gefühl und werden von vielen Mitarbeitern als Veranstaltungen mit großem Mehrwert wahrgenommen. Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern oder Firmenjubiläen sind nicht ohne Grund so beliebt. Aus lohnsteuerlicher Sicht können gibt es für Firmen-Veranstaltungen einen Freibetrag in Höhe von 110 € pro Person. Übersteigt der reale Wert diese Schwelle, ist somit nur der Überschuss steuerpflichtig.

Dieser kann im Rahmen der Lohnsteuerpauschalierung mit 25 % besteuert werden. Pro Kalenderjahr kann ein Arbeitnehmer an maximal zwei von der Steuer befreiten Betriebsveranstaltungen teilnehmen.

Steuern sparen kann hier auch der Arbeitgeber: Dieser ist zum Vorsteuerabzug berechtigt, wenn die Kosten des Firmen-Events 110 € pro Person (inklusive Umsatzsteuer) nicht übersteigen. Ist dies allerdings nicht der Fall, gilt die Veranstaltung als unentgeltliche Mitarbeiter-Zuwendung, die überwiegend durch den privaten Bedarf des Arbeitnehmers veranlasst ist. In solchen Fällen kommen Steuerersparnisse durch den Vorsteuerabzug leider nicht infrage.

4. Überlassung von technischen Geräten
Unsere Welt wird immer digitaler – sowohl im Beruf als auch privat. Überlässt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern technische Geräte, ist dieser Vorteil eine steuerfreie Zuwendung. Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung dieses Steuervorteils im Rahmen von Mitarbeiter-Benefits ist allerdings, dass das Unternehmen weiterhin Eigentümer der Ausstattung bleibt (bei Leasing regelmäßig nicht der Fall).

Wird das Eigentum tatsächlich übertragen (z.B. durch Schenkung), entsteht Arbeitslohn, der mit 25 % pauschal besteuert werden kann.Eine große Vielfalt von Geräten wird von diesem Steuervorteil erfasst: Nicht nur bei überlassenen PCs, sondern beispielsweise auch bei Smartphones, Tablets, Monitoren, Druckern, Routern und Zubehör entfällt die Lohnsteuer. Bezogen auf die Befreiung macht es übrigens keinen Unterschied, ob die technische Ausstattung ausschließlich beruflich oder auch zu privaten Zwecken genutzt wird.

5. Berufskleidung
Gestellte Arbeitskleidung trägt ebenfalls durch Steuervorteile regelmäßig zu zufriedenen Mitarbeitern bei. Kostenfrei überlassene Berufskleidung wird nämlich aus steuerlicher Sicht nicht als Arbeitslohn betrachtet. Folglich existiert keine Lohnsteuerpflicht.Besonders beliebt ist Arbeitskleidung z.B. handwerklichen Berufen. Wichtig ist, dass ein direkter beruflicher Bezug zur Kleidung hergestellt werden kann (etwa durch ein Firmenlogo auf dem Kleidungsstück).

Sogar bezogen auf die Reinigung können unter bestimmten Voraussetzungen Steuervorteile realisiert werden. Sofern der Arbeitgeber ein sogenanntes „Wäschegeld“ zur Verfügung stellt, gilt dieses als Auslagenersatz und ist deshalb steuerfrei.

6. Jobtickets und BahnCard
In der heutigen Zeit spielt das Thema Umweltbewusstsein eine große Rolle. Die Bezuschussung von Jobtickets könnte daher ein wirksamer Anreiz sein, Arbeitnehmer für einen grüneren Arbeitsweg zu begeistern. Seit Anfang 2019 sind Arbeitgeberleistungen für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf der Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte steuerfrei. Auch die Überlassung oder Bezuschussung einer BahnCard für den Arbeitsweg wird von diesem Steuervorteil erfasst. In der Folge werden Jobtickets nicht mehr wie bisher auf die monatliche Sachbezugsfreigrenze in Höhe von 44 € angerechnet. Diese steht nun wieder gänzlich für andere Zuwendungen zur Verfügung.

Auch für berufliche Auswärtstätigkeiten kann eine BahnCard als lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Zuwendung anerkannt werden. Entscheidend ist, dass sich die Fahrtkosten für den Arbeitgeber reduzieren. Es müssen für die Zugfahrt des Mitarbeiters mit BahnCard also geringere Kosten anfallen als beim Kauf eines regulären Tickets. Durch die Förderung von Bus und Bahn sind Ihre Arbeitnehmer zukünftig nicht nur klimafreundlicher mobil – sie profitieren auch von umfangreichen Steuervorteilen.

Unbedingt zu berücksichtigen ist außerdem, dass Zuwendungen, die nach § 3 Nr. 15 EStG lohnsteuerfrei gestellt sind, die abziehbaren Werbungskosten des Arbeitnehmers mindern. Der Arbeitgeber muss entsprechende Sachbezüge oder Barzuschüsse daher in der Lohnsteuerbescheinigung kenntlich machen.

7. E-Dienstwagen
Das Thema Elektromobilität ist nicht nur aus Umweltgründen groß im Kommen und wird staatlich auf vielfältige Weise gefördert. Werden Dienstwagen nach der 1%-Methode besteuert, beträgt der lohnsteuerpflichtige geldwerte Vorteil im Normalfall 1% des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs. Bei E-Fahrzeugen ohne CO2-Emissionen (Anschaffungsdatum ab 01.01.2020