Achtung – Grunderwerbssteuer und Fallstricke

Grunderwerbsteuer als entscheidender Faktor im Immobilienboom

Grunderwerbsteuer als entscheidender Faktor im Immobilienboom

Grunderwerbsteuer im Immobilienboom

Grunderwerbsteuer bei Vertragsabschluss

Trotz Pandemie scheint der Immobilienboom ungebrochen. In diesem Zusammenhang ist die Grunderwerbsteuer ein entscheidender Faktor. Ein Vertrag über den entgeltlichen Erwerb eines Grundstücks löst u.a. die Grunderwerbsteuer aus, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfällt (3,5 % bis 6,5 %). Dabei fällt die Grunderwerbsteuer nicht nur auf den Wert des Grund und Bodens an, zudem können auch (zukünftige) Gebäude die Steuer erhöhen.

Die entscheidende Frage ist, in welchem Zustand das Grundstück erworben werden soll. Haben die Vertragsparteien das Grundstück in (zukünftig) bebautem Zustand zum Vertragsgegenstand gemacht, ist die Rechtsprechung zum sogenannten „einheitlichen Vertragswerk“ zu beachten. Danach fließen neben dem Grundstückskaufpreis auch die Baukosten in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer ein, selbst wenn das Grundstück bei Vertragsabschluss noch unbebaut ist.

Grundstück & Immobilie – getrennte Verträge?

Getrennte Verträge über Grundstückserwerb und Bauleistungen können aufgrund eines rechtlichen bzw. objektiv engen sachlichen Zusammenhangs nach grunderwerbsteuerrechtlichen Grundsätzen als Einheit behandelt werden. Ein rechtlicher Zusammenhang liegt regelmäßig dann vor, wenn Kauf- und Bauvertrag des Grundstücks in einer Urkunde zusammengefasst werden, ein einheitlicher Gesamtkaufpreis vereinbart wird oder die beiden Verträge ausdrücklich voneinander abhängen.