Hinweise im Umgang mit COVID-19

Corona - Covid 19

Für die ersten Maßnahmen haben wir eine Checkliste mit häufig gestellten Fragen und den wichtigsten Maßnahmen erstellt. Die Checkliste behandelt Themen rund um die Fragen

  • Reduzierung des Ansteckungsrisikos
  • Maßnahmen zur Stabilisierung Ihres Unternehmens
  • Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung
  • Maßnahmen zur Beruhigung der Belegschaft und zur Schaffung von Stabilität

und gibt Ihnen erste Handlungsempfehlungen. Die Checkliste finden Sie hier zum Download. Wir unterstützen Sie auch bei Themen rund um die Kurzarbeit sowie Liquiditätshilfen im Rahmen von steuerlichen Stundungs- und Herabsetzungsmöglichkeiten.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Letztes Update am 09. September 2020.

Ihr Ansprechpartner

Henning Kuhlmann - Clostermann & Jasper

Henning Kuhlmann

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Kurzarbeit

Aufgrund der Corona-Krise hat der Gesetzgeber den Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtert.

Rund um das Thema Kurzarbeit informiert Sie die Bundesagentur für Arbeit mit zwei kurzen Videos, in denen erläutert wird welche Voraussetzungen es gibt und wie das Verfahren zur Beantragung läuft:

Video: So beantragen Sie Kurzarbeitergeld

Corona-Virus: Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt  derzeit aufgrund der bis Ende des Jahres geltenden Sonderregelungen (§ 2 Kurzarbeitergeldverordnung) die vollen Sozialversicherungsbeiträge auf das Kurzarbeitergeld.

Bitte beachten Sie, dass für eine Gewährung von Kurzarbeitergeld stets eine schriftliche Anzeige der geplanten Kurzarbeit zu erfolgen hat. Zuständig ist die Bundesagentur, die für den Bezirk des Sitzes des Unternehmens verantwortlich ist.

Kurzarbeitergeld wird Ihnen frühestens ab dem Monat an gewährt, in dem Ihre Anzeige eingegangen ist.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Fragen und Antworten zur Kurzarbeit aufbereitet.

Gerne unterstützen wir Sie bei den Anträgen.

Corona-Soforthilfe Programme des Bundes und der Länder

Die Förderprogramme des Bundes sowie der Länder wurden erweitert, angepasst oder neu aufgelegt. Davon können Unternehmen, Selbständige oder Freiberufler, welche bedingt durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflagen geraten, profitieren. Einen Überblick der Programme in den jeweiligen Bundesländern finden Sie hier.

Konjunkturpaket: Wichtige Regelungen für Unternehmen

  • Mehrwertsteuer sinkt von 19% auf 16% und von 7% auf 5%. Zeitraum: 01.07.2020 – 31.12.2020
  • Überbrückungshilfen verlängert: KMU, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen können nicht rückzahlbare Betriebskostenzuschüsse für die Monate Juni bis August beantragen (Antragsfrist 09.10.2020). Die zweite Phase der Überbrückungshilfe umfasst nun die Fördermonate September bis Dezember. Für diese können voraussichtlich ab Oktober Anträge gestellt werden.
  • Strompreise werden reduziert, indem die EEG-Umlage gesenkt wird.
  • Sozialversicherungsbeiträge werden im Jahr 2021 bei maximal 40% stabilisiert.
  • Steuerlicher Verlustrücktrag wird für 2020 und 2021 auf 5/10 Millionen Euro und schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht.
  • Ausbilden wird belohnt: KMU die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie i.H.v. 2.000 Euro.
  • Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des Folgemonats verschroben.
  • Verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten: Um Investitionsanreize zu fördern, erhalten Unternehmen, für die Steuerjahre 2020 und 2021 befristet, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten.
  • Es werden Restrukturierungsverfahren eingeführt, welche bereits vor der Unternehmensinsolvenz greifen. Dies soll den Neustart erleichtern und die Chancen auf Stabilität erhöhen.
  • Investitionen und Aufträge vom Bund sollen vorgezogen und das Vergaberecht temporär vereinfacht werden.
  • Ermäßigungsfaktor bei Einkünften aus Gewerbebetreiben wird auf das Vierfache des Gewerbesteuer-Messbetrages angehoben.

Steuererleichterungen

Um die Liquidität von Unternehmen zu sichern werden verschiedene Steuererleichterungen angeboten. Diese reichen u.a. über die Einkommen-, Gewerbe-, Körperschaft- und Umsatzsteuer. Einen Überblick der Steuererleichterungen in den Bundesländern finden sie hier.

Steuerfreie Sonderzahlungen

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren.

Steuer
erleichterungen

Um die Liquidität von Unternehmen zu sichern werden verschiedene Steuererleichterungen angeboten. Diese reichen u.a. über die Einkommen-, Gewerbe-, Körperschaft- und Umsatzsteuer. Einen Überblick der Steuererleichterungen in den Bundesländern finden sie hier.

Steuerfreie Sonderzahlungen

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren.

Ergänzung der Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows

Der Zuschuss beträgt abweichend von den bisherigen Regelungen [20-50% Eigenanteil] für alle von der Corona-Krise betroffenen KMU 100 Prozent der in Rechnung gestellten Beratungskosten. Die maximal förderfähigen Beratungskosten betragen für diese Fälle 4.000 Euro und ist bis Ende 2020 befristet. Zu den förderfähigen Beratungskosten gehören neben dem Honorar auch Auslagen und Reisekosten der Beraterinnen und Berater, nicht jedoch die Umsatzsteuer.

Insolvenzantragspflicht

Am 25.03.2020 wurde vom Bundestag das Gesetz beschlossen, dass die geltende Insolvenzantragspflicht von 3 Wochen bis zum 30. September 2020 ausgesetzt wird (Achtung: Am 02.09.2020 wurde ein weiterer Gesetzentwurf eingebracht. Dieser soll die Aussetzung bis zum 31.12.2020 verlängern), so dass keine Haftung für Geschäftsführer von GmbHs für einen nicht gestellten Insolvenzantrag aufgrund einer zwischenzeitlichen Zahlungsunfähigkeit entstehen kann. Nach Ablauf der Aussetzungsfrist (30.09.2020 oder später) gilt bei fortbestehenden Insolvenzantragsgründen die dann anlaufende 3-wöchige Insolvenzantragspflicht. Die Zahlungsunfähigkeit darf aber nicht schon vor der Pandemie bestanden haben. Dies gilt auch für natürliche Personen, die bei unterlassener Antragstellung die Versagung der Restschuldbefreiung befürchten müssten. Sofern die Voraussetzungen für die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vorliegen, empfiehlt es sich für die Praxis, dies genauestens zu dokumentieren, um spätere Strafbarkeits- und Haftungsrisiken der Geschäftsleiter zu vermeiden. Wichtig: Die Insolvenzantragspflichten und die damit in Zusammenhang stehenden Haftungsfragen wurden nicht generell aufgehoben bzw. ausgesetzt, sondern nur teilweise eingeschränkt bzw. suspendiert.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie beim BMJV:

Insolvenzantragspflicht

Allgemeiner Hinweis

Bitte beachten Sie, dass alle Corona-Maßnahmenpakete sich an die Unternehmen richten, die tatsächlich von der Corona-Pandemie betroffen sind.

Sprechen Sie uns an!

Insolvenzantragspflicht

Am 25.03.2020 wurde vom Bundestag das Gesetz beschlossen, dass die geltende Insolvenzantragspflicht von 3 Wochen bis zum 30. September 2020 ausgesetzt wird (Achtung: Am 02.09.2020 wurde ein weiterer Gesetzentwurf eingebracht. Dieser soll die Aussetzung bis zum 31.12.2020 verlängern), so dass keine Haftung für Geschäftsführer von GmbHs für einen nicht gestellten Insolvenzantrag aufgrund einer zwischenzeitlichen Zahlungsunfähigkeit entstehen kann. Nach Ablauf der Aussetzungsfrist (30.09.2020 oder später) gilt bei fortbestehenden Insolvenzantragsgründen die dann anlaufende 3-wöchige Insolvenzantragspflicht. Die Zahlungsunfähigkeit darf aber nicht schon vor der Pandemie bestanden haben. Dies gilt auch für natürliche Personen, die bei unterlassener Antragstellung die Versagung der Restschuldbefreiung befürchten müssten. Sofern die Voraussetzungen für die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vorliegen, empfiehlt es sich für die Praxis, dies genauestens zu dokumentieren, um spätere Strafbarkeits- und Haftungsrisiken der Geschäftsleiter zu vermeiden. Wichtig: Die Insolvenzantragspflichten und die damit in Zusammenhang stehenden Haftungsfragen wurden nicht generell aufgehoben bzw. ausgesetzt, sondern nur teilweise eingeschränkt bzw. suspendiert.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie beim BMJV:

Insolvenzantragspflicht

Allgemeiner Hinweis

Bitte beachten Sie, dass alle Corona-Maßnahmenpakete sich an die Unternehmen richten, die tatsächlich von der Corona-Pandemie betroffen sind.

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